Thailand Blog 2014

Thailand Blog von Brigitte Halenta, Autorin

Was ich über Corona denke…

 

Deutsche Fassung

Individual- und massenpsychologische Gründe
für die Akzeptanz des Corona-Narrativs


Ausblick auf ein neues (heilendes) Narrativ



Jedes Lebewesen, das auf die Welt kommt, verfügt über einen ausgeprägtem élan vital (Henry Bergson): Es will wachsen, seine Fähigkeiten entwickeln und ein Teil der Gemeinschaft sein, in die es hinein geboren wird. Seine Entwicklung verläuft nur dann optimal, wenn es ausreichend geliebt und gefördert wird. Ein in diesem Sinne gut entwickelte Mensch verfügt (nach Freud) über eine Trias von Fähigkeiten:

Er ist liebesfähig. Er ist arbeitsfähig. Er ist genussfähig.


Wenn wir uns die Liebesfähigkeit näher ansehen, dann bedeutet das im zwischenmenschlichen Bereich unter anderem, dass der Mensch enge Bindungen eingehen und dass er Empathie für andere Menschen empfinden kann.

Das Ausmaß der Störung einer solchen idealen Entwicklung bestimmt das Ausmaß der Beschädigung. Neurotische Menschen weisen eine eng umschriebene (therapierbare) Störung der oben genannten Trias auf: Sie können liebesfähig sein aber nicht arbeitsfähig, oder arbeitsfähig und nicht genussfähig, alle Kombinationen sind denkbar.

Nimmt die Entwicklungsstörung das Ausmaß eines Traumas an, dann haben wir es mit schwer gestörten Menschen zu tun, die nicht mehr liebesfähig, nur bedingt arbeitsfähig und überhaupt nicht mehr genussfähig sind. Sie spalten ihre vitalen Bedürfnisse ab, und leben nur noch in ihrem Kopf. Das heißt, sie sind von ihrer Gefühlswelt abgeschnitten. Häufig entwickeln sie ein sogenanntes Falsches Selbst, das sie wie einen Schutzwall um sich herum errichten, eine Rolle, in der durchaus viel von Gefühlen geredet, aber in der Gefühle nicht mehr gelebt werden, womit die Verbindung zu der existenziellen Grundlage des Menschseins verloren geht. Die Leere, die sie empfinden, wird durch eine Ideologie gleichzeitig ersetzt und abgewehrt. Diese Ideologie wird bis aufs Blut verteidigt, sie ist keinen rationalen Argumenten zugänglich, denn sie ist das Gerüst, das die in ihrer Selbstentwicklung geschädigten Persönlichkeiten vor einer drohenden Fragmentierung schütz. Ohne diese Ideologie sind sie nichts. Die Ideologie ist ihr Rettungsanker, ihr Fetisch und nach außen (wenn sie denn aktiv werden), eine todbringende Waffe.

Denn traumatisierte Persönlichkeiten stehen unter der Herrschaft von Aggression, deren Herleitung aus ihrem traumatisierenden Entwicklungsgang ein extra Kapitel darstellt. Wenn es ihnen nicht gelingt, ihr Aggressionspotenzial sozialverträglich unterzubringen, werden sie zu den sogenannten Traumatätern, die ihr unbewusstes Trauma-Thema ausagieren. Als Beispiel sei hier Hitler genannt, dessen Mutter innerhalb von ein paar Wochen ihre drei kleinen Kinder an Diphtherie verlor, bevor Hitler geboren wurde. Sein Trauma-Thema, das er von der Mutter übernahm, kreiste um den Tod, den er dann mit der millionenfachen Vernichtung der Juden in Szene setzte. Diese Menschen sind nicht wirklich bindungs- und empathiefähig. Sie kreisen immer nur um sich selbst, sehen im anderen keine ganze Person, sondern nur Teile der Person in bestimmten Funktionen, die ihm nützlich sein können.

Die Beschreibung der Ideal-Persönlichkeit und der Trauma-Persönlichkeit sind theoretische Typisierungen; die Wirklichkeit spielt sich in den fließenden Übergängen zwischen den beiden Polen ab. Man kann auch nur ein bisschen traumatisiert sein, davon gibt es wahrscheinlich sehr, sehr viele Menschen. Das ist dann die Banalität des Bösen, von der Hannah Arendt sprach. (Leidenschaftlich abgelehnt, weil niemand das Böse in sich selbst erkennen möchte. Es ist einfacher das Böse nach außen auf einen Bösewicht zu projizieren und den dann zu verfolgen.)

Schon eine oberflächliche Analyse der zurzeit herrschenden politischen Staats- und Wirtschaftsformen kann die Vermutung begründen, dass es vorwiegend mehr oder weniger trauma-geschädigte Persönlichkeiten sind, die aktiv das Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten gestalten. Die Menschenfeindlichkeit, die Destruktivität totalitärer Systeme entspricht dem Kriegszustand im Inneren der schwer traumatisierten Menschen. Totalitäre Staatsform sind meines Erachtens die heftigste äußere Ausformung der inneren Welt eines Traumatisierten.


Selbst so eine auf dem ersten Blick harmlose Wirtschaftsformen wie die westlichen Konkurrenzgesellschaften fußen auf dem narzisstischen Menschenbild traumatisierter Menschen: Es kann immer nur einer gewinnen, es gibt ein Oben und ein Unten, es geht im Letzten immer nur um Überleben oder Tod. Einmal eingerichtete Konkurrenzgesellschaften begünstigen dann ihrerseits das Aufkommen von durch Traumata beschädigten Persönlichkeiten. Es sind ausgesprochen narzisstische Verhaltensweisen, die zum Erfolg führen. Wer kennt nicht einen kalten, empathielosen Chef, der über Leichen geht? Für sich selber kann er den Tod nicht akzeptieren, da er seinen Körper nur als den Akteur von Funktionen erlebt und sein Selbstersatz sein Intellekt ist. Für diese Menschen ist die Anhäufung von Eigentum ein Bollwerk gegen den Tod wie die chinesische Terrakotta-Armee des Kaisers von Xian.

Seit langem leben wir schon in unsichtbar sich entwickelnden totalitären Systemen, die die großen Konzerne errichtet haben, unter dem Deckmantel von Demokratie. (Man erinnere sich an Seehofer, der schon in einem Interviews 2008 zugab, dass die Lobbyverbände der Pharmaindustrie stärker seien als die Politik.) Man könnte auch sagen, die Eliten haben sich geeinigt, das Spiel Demokratie mitzuspielen, bis sie so viel Geld angehäuft haben, dass die Welt-Wirtschaft damit beherrschbar ist und bis die Gesellschaften „reif“ sind für jede beliebige Manipulation.

Mit Corona fallen nun alle Masken und ironischerweise, oder soll man sagen psycho–logischerweise setzt das Volk die Masken auf. Aber was musste passieren, damit eine Gesellschaft oder in diesem Fall die Gesellschaften dieser Erde bereit waren, ein derartig destruktives Narrativ wie das vom tödlichen Virus zu akzeptieren? Es ist auch ein Resonanzphänomen: Die Völker der Erde, sofern sie denn an die Massenmedien, die das Narrativ verbreiten, angeschlossen sind, waren offenbar genügend „vorbereitet“, um in Resonanz zu gehen.

Der amerikanische Psychologe Mattias Desmet zählt zur erfolgreichen Massenmanipulation folgende Vorbedingungen auf:

  1. Viele Menschen haben soziale Bindungen verloren, sie leben isoliert. Das ist unter anderem eine Folge der Industrialisierung, dem Verlust von Naturerleben und der zunehmenden Technisierung, wie durch das Handy, bis in die intimsten Lebensbereiche hinein. Aus dieser Isolation ergeben sich alle weiteren Folgen.
  2. Sie erleben keinen Sinn mehr in ihrem Leben.
  3. Sie haben ungerichtete, diffuse Angstzustände (Job, Gesundheit, Klima).
  4. Sie sind frustriert und generell unzufrieden mit Ihrem Leben.

Wenn man nach Beweisen für eine derartige Diagnose sucht, dann geben die Krankenkassen Auskunft: Zunehmende Krankmeldungen, zunehmende Antidepressiva und Schmerzmittel, zunehmende unklare Gesundheitsprobleme.

Das Narrativ vom todbringenden Virus kanalisiert die ungerichtete (frei flottierende, darum nicht greifbare) Angst in der Gesellschaft. Gleichzeitig bietet das Narrativ aber auch Lösungen an, was ihm zusätzlich breite Zustimmung garantiert. Die Sinnhaftigkeit wird wiederhergestellt, denn nun geht es darum, sich allumfassend zu schützen. Gleichzeitig ist man nicht länger allein, auch die Isolierung wird aufgehoben durch das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, in der alle am gleichen Strang ziehen. Die Menschen fordern Solidarität, aber der Begriff Solidarität bekommt eine neue Bedeutung. Die vom Narrativ Unbeeindruckten erkennen in der neuen Solidarität schlicht nur einfach Gehorsam oder Unterwerfung, soziologisch bedeutet die neue Solidarität kollektive soziale Kontrolle (Blockwart-Mentalität), für die vom Narrativ Hypnotisierten bedeutet er Sicherheit.

Die Konzentration auf das Narrativ verengt allerdings die Wahrnehmung der Realität. Die Menschen haben gewissermaßen narrativ-kompatible Scheuklappen auf. Psychologisch gesehen hat sich nach eineinhalb Jahren der täglichen Hypnose durch die Massenmedien so etwas wie eine Corona-Identität entwickelt. Komplementär zu den Traumatätern haben wir es hier wahrscheinlich überwiegend mit Traumaopfern zu tun, für die das Narrativ auch zu einer Ideologie geworden ist, die als Ersatz für ein defizitäres Selbst herhalten muss.

Die bittere Wahrheit ist, dass die Massen wahrscheinlich emotional besser leben mit Corona als ohne. Ohne Corona fallen sie gänzlich auf sich zurück und sind wieder ihren ureigenen Ängsten ausgesetzt.

Da eine Ideologie als Selbstersatz rationalen Argumenten überhaupt nicht zugänglich sein kann, führen alle Versuche der Aufklärung nur zu aggressiver Abwehr und letztendlich zu einer weiteren Verhärtung der Fronten.

Nach Mattias Desmet brauchen wir ein neues Narrativ, dass die ungerichteten Ängste auffangen und neu strukturieren kann. Dafür brauchte man keine Argumente, sondern Bilder, die Gefühle evozieren. Statt der Leichenwagen von Bergamo die Bilder von – ja, von was? Ein neues, positives heilendes Narrativ müssen wir erst noch finden.

Das Narrativ vom gefährlichen Virus ebenso wie das Narrativ von der Klimakatastrophe sind beides Erzählungen der Bedrohung. Meiner Meinung nach steht hinter beiden letztendlich die verdrängte Angst vor dem Tod. In den modernen westlichen Gesellschaften, die in ihrer Hybris glauben, für alles eine Lösung finden zu können, ist der Tod abgespalten. Anders als zum Beispiel die mittelalterlichen Gesellschaften, die einen vertrauten Umgang mit dem Tod pflegten, ist heute der Tod kein gesellschaftliches Thema und seine unabweisbaren Zeugnisse werden aus dem öffentlichen Bewusstsein in Randzonen abgedrängt.



Das neue Narrativ, das es zu finden gilt, kann doch kein weiteres Bedrohungsnarrativ sein. Aber was dann!
Man wünschte sich eine tröstliche Erzählung wie die vom ewigen Leben, an das heutige Gesellschaften, die sich für aufgeklärt halten, nicht mehr glauben können.

Vielleicht hilft ein Exkurs in ganz andere Themengebiete, damit uns etwas einfällt. Ich denke hier zunächst an die Nahtod-Forschung. Einer der führenden Wissenschaftler ist der niederländische Mediziner Pim van Lommel. Seine Forschungen stellen die bislang allgemein anerkannte Annahme, Bewusstsein besitze eine biologische Grundlage im Gehirn radikal in Frage. Seine Patienten sowie auch die Probanden in vielen anderen Studien berichteten nach einer Nahtod-Erfahrung über erhöhte Bewusstseinstätigkeit, obwohl in ihren Gehirnen keinerlei Aktivität mehr gemessen wurde. „Denn wie könnte jemand ein sehr klares Bewusstseinserleben außerhalb des Körpers haben, während er klinisch tot ist und das Gehirn zeitweilig nicht funktioniert?“ (van Lommel, die Toten wussten nach ihrer reanimieren, wo ihre Zähne geblieben waren, oder konnten Gespräche des medizinischen Personals wiedergeben)

Alle Studien zu diesem Thema legen den Schluss nahe: Bewusstsein kommt ohne eine biologische Grundlage aus. Das aber ist ein Sprengsatz an die grundlegendsten Glaubenssätze unserer wissenschaftlichen Welt! Und die Nahtod-Forscher sind nicht die einzigen. Die Quantenphysiker können mühelos erklären, wieso Informationsübertragung zwischen Menschen ohne jeden lokalisierbaren Träger möglich ist. Der Biologe und Zellforscher Bruce Lipton kam am Ende seiner lebenslangen Forschungen an der Zelle zu der Einsicht, dass es eine außerhalb existierende Kraft geben muss, die die alles entscheidende Zellmembran, von der die Genexpression abhängt (Epigenetik), an- oder abschaltet.

Das ist jetzt die Gedankenkreuzung, an der ich wieder zu Corona zurückkehre und mich und jetzt auch Sie frage. Kann es sein, dass die katastrophale Lage, in der die Menschheit sich heute befindet, die Folge der Vernachlässigung dieser Kraft ist, die man mit Pim van Lommel Bewusstsein, mit den Quantenforschern Information, mit den Philosophen Geist nennt und – das ist Ihnen wahrscheinlich auch sofort eingefallen – mit den Gläubigen Gott oder Allah.

Seit Descarte regieren die Eliten das Leben in den führenden Gesellschaften durch ein immer rigoroser werdendes materialistisches Welt – und Menschenbild – mit immensen Folgen. Um nur eine Folge zu nennen, wenn auch die fatalste, den Totalitarismus: Nach Hannah Arendt werden die Herrschenden zu Pseudogöttern, die Beherrschten zu biologischen Maschinen, die nach Belieben kontrolliert und manipuliert werden können.

Der Biologe Bruce Lipton, der inzwischen zum Philosophen geworden ist, nennt vier Grundannahmen des wissenschaftlichen Materialismus, der nach meiner Meinung, die Weltbevölkerung jetzt an den Punkt gebracht hat, an dem das destruktive Narrativ vom todbringenden Virus wie eine Rakete zünden und die Welt in Brand stecken konnte. Jede diese Grundannahmen scheint mir schon alleine in der Lage, eine Katastrophe heraufzubeschwören:

  1. „Nur die Materie zählt – es gibt nichts als die für uns wahrnehmbare physische Welt.
  2. Nur die Stärksten überleben – die Natur hilft immer den Stärksten, und dieses Gesetz des Dschungels ist das einzige echte Naturgesetz.
  3. Die Gene sind entscheidend – wir sind Opfer unseres Erbgutes und können nur hoffen, dass die Wissenschaft einen Weg findet, unsere angeborenen Fehler und Schwächen irgendwie zu kompensieren.
  4. Die Evolution gehorcht dem Zufall – das Leben ist im Grunde zufällig und sinnlos. Wir sind ungefähr auf die gleiche Weise an unseren jetzigen Platz gekommen, wie eine unendliche Anzahl von Affen, die über unendliche Zeit auf unendlich vielen Schreibmaschinen herumhacken, irgendwann die Werke Shakespeares produzieren könnten.“

Alle vier Grundbehauptungen des Materialismus, mit denen die Eliten die Welt regieren, sind unter der Einsicht, dass wir Menschen offenbar mehr sind als biologische Maschinen, nicht mehr haltbar – nein, sie gehören abgeschafft.

Sie erinnern sich? Wir haben diesen Exkurs unternommen, um einen Hinweis zu finden, eine Idee, wo denn das neue Narrativ, das das Narrativ vom Coronavirus ablösen könnte, zu finden sei. Für mich liegt dieses neue Narrativ ganz klar jenseits des Materialismus. Vielleicht müssen wir diese Katastrophe erst erleben, um den Materialismus endgültig zu verabschieden und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Der schon erwähnte Zellforscher Bruce Lipton, der, der inzwischen ein Philosoph geworden ist, schreibt dazu: „Als sich die Wissenschaft vom Geistigen abwandte, veränderte sich ihre Aufgabe von Grund auf. Anstatt weiter zu versuchen, die „natürliche Ordnung der Dinge“ zu ergründen, damit die Menschen in größerer Harmonie mit dieser Ordnung leben können, hat sich die moderne Wissenschaft die Kontrolle und Beherrschung der Natur auf die Fahnen geschrieben. Die aus dieser Haltung hervorgegangene Technologie hat die Menschheit kurz vor die Selbstzerstörung gebracht.“

Und weiter: „Die jüngste (die allerneuste, die sich noch nicht durchgesetzt hat) Wissenschaft verweist auf eine Sicht der Dinge, die der Haltung früher Zivilisationen ähnelt, nämlich dass jedes materielle Objekt der Natur einen geistigen Aspekt hat. Es gibt immer noch kleine Gruppen von Ur-Völkern, die das Universum als ein unzertrennliches Ganzes betrachten. Diese Kulturen unterscheiden nicht wie wir zwischen einem Stein, der Luft und einem Menschen – alles ist von dem gleichen unsichtbaren Geist (=Energie) durchdrungen. Dies ist auch die Welt der Quantenphysik, in der Materie und Energie untrennbar miteinander verwoben sind.“

Ich habe es vorhin schon nebenbei erwähnt: Die Quantenphysik ist sehr gut in der Lage zu beschreiben, wie es sich tatsächlich mit der menschlichen Existenz verhält.
Wir und alle andere Materie, die wir mit unseren Sinnen erfassen können, bestehen zu 99,999999999 % des Raumvolumens aus masseleerem Vakuum. „Würde man es entfernen, blieben weniger als 20 µm Größe übrig, man müsste unseren so veränderten Körper mit dem Mikroskop suchen.“ (Ulrich Warnke) Der ganze Materialismus beruht auf diesen 20 µm. Er konnte überhaupt nur entstehen, weil wir mit unseren Sinnen nur die Materie erfassen können sonst aber nichts. Der leere Raum um das bißchen Masse herum, aus dem wir bestehen, ist natürlich nicht wirklich leer. Er ist nur für unsere beschränkten Sinne leer. Die Quantenphysiker haben herausgefunden, dass der masseleere Raum angefüllt ist mit potentiellen Energien und Informationen. Das weiß man übrigens schon seit den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Der masseleere Raum, aus dem wir zum größten Teil bestehen, hat von den Physikern viele Namen erhalten: Vakuum, Hintergrundfeld, Nullpunktfeld, Psi-Feld oder „Meer der Möglichkeiten“ (Warnke).  


Man kann auch sagen: Das Universum reicht in uns hinein. In der langen Geschichte der Menschheit hat es für diese Erfahrung, dass wir Menschen ein Teil vom Großem Ganzen sind, viele Namen gegeben: mystisch, spirituell, transzendental – um nur ein paar zu nennen.

Wie immer wir das nennen. Wir brauchen ein neues Bild von Menschen, ein neues Bild von der Welt. Ich glaube ganz fest daran, dass dieser ganze Corona Wahnsinn dafür nötig ist, um uns die Augen zu öffnen, wohin wir eigentlich gehören und worum wir uns kümmern müssen: Ich nenne das: unsere geistige Existenz.

Das ist nun sehr abstrakt, und ich bin auch immer sehr für das Konkrete. Was können wir tun?
Wenn man die Einsicht, dass wir primär geistige Wesen sind, ins Praktische, ins Handhabbare für jeden einzelnen von uns umsetzen möchte, dann ist vielleicht der Psychoanalytiker Jung hilfreich. Jung sieht Heilung in vier Schritten.

  1. Ich muss erst einmal Ordnung in meiner eigenen inneren Welt herstellen und herausfinden, was meine Werte sind und wonach ich mich in meinem Leben orientieren will.
  2. Ich muss nicht nachlassen die Wahrheit, wie ich sie sehe, zu verbreiten.
  3. Ich darf die Elite nicht ernst nehmen. Ich kann sie durch Spott und Humor schwächen.
  4. Ich tue mich mit vielen anderen zusammen, die genauso denken wie ich. Zusammen mit ihnen finde ich Halt, Lebensfreude und neue Perspektiven.

Wir sind viele. Wenn viele sich so verhalten – vielleicht entsteht das neue Narrativ, das uns von Corona erlösen könnte, dann ganz von selbst.


Mit dem ersten Punkt haben wir heute Abend schon einmal angefangen.


 

English version


Individual and mass psychological reasons
for the acceptance of the corona narrative


Outlook on a new (healing) narrative



Every living being that comes into the world has a distinct élan vital (Henry Bergson): It wants to grow, develop its abilities and be part of the community into which it is born. Its development is only optimal if it is sufficiently loved and encouraged. A person well developed in this sense has (according to Freud) a triad of abilities:

He is capable of loving. He is able to work. He is enjoyable.


If we take a closer look at the ability to love, then in the interpersonal area this means, among other things, that people form close bonds and that they can feel empathy for other people.

The extent to which such an ideal development is disturbed determines the extent of the damage. Neurotic people have a narrowly circumscribed (treatable) disorder of the above-mentioned triad: They can be capable of loving but not able to work, or able to work and not enjoyable, all combinations are conceivable.

If the developmental disorder assumes the extent of trauma, then we are dealing with severely disturbed people who are no longer able to love, only partially able to work and no longer able to enjoy anything at all. They split off their vital needs and only live in their head. That means they are cut off from their emotional world. Often they develop a so-called false self, which they build around themselves like a protective wall, a role in which a lot is talked about feelings, but in which feelings are no longer lived, whereby the connection to the existential basis of being human is lost. The emptiness that they feel is replaced and warded off by an ideology at the same time. This ideology is defended down to the blood; it is not accessible to any rational arguments, because it is the framework that protects personalities whose self-development has been damaged from the threat of fragmentation. Without this ideology, they are nothing. The ideology is their lifeline, their fetish and outwardly (if they become active), a deadly weapon.

Because traumatized personalities are under the control of aggression, the derivation of which from their traumatizing development represents an extra chapter. If they do not succeed in accommodating their potential for aggression in a socially acceptable manner, they become the so-called trauma perpetrators who act out their unconscious trauma issue. An example is Hitler, whose mother lost her three young children to diphtheria within a few weeks before Hitler was born. His trauma topic, which he took over from his mother, revolved around death, which he then staged with the extermination of millions of Jews. These people are not really capable of attachment and empathy. They always revolve around themselves, do not see a whole person in the other, but only parts of the person in certain functions that can be useful to him.

The description of the ideal personality and the trauma personality are theoretical typifications; reality takes place in the flowing transitions between the two poles. You can also be just a little traumatized, there are probably very, very many people. That is then the banality of evil that Hannah Arendt spoke of. (Passionately rejected because nobody wants to see the evil in themselves. It is easier to project the evil outward onto a villain and then pursue him.)

Even a superficial analysis of the currently prevailing political and economic forms can justify the assumption that it is predominantly more or less trauma-damaged personalities who actively shape the coexistence of people on this planet. The misanthropy, the destructiveness of totalitarian systems corresponds to the state of war within the severely traumatized people. In my opinion, totalitarian forms of government are the most violent external formation of the inner world of a traumatized person.


Even economic forms that seem harmless at first glance, such as the competitive western societies, are based on the narcissistic view of human being of traumatized people: only one person can win, there is an above and a below, in the end it is only about survival or death. Competitive societies, once established, then favor the emergence of personalities damaged by trauma. It is decidedly narcissistic behaviors that lead to success. Who doesn't know a cold, non empathetic boss who walks over corpses? He cannot accept death for himself, since he experiences his body only as the actor of functions and his self-substitute is his intellect. For these people, the accumulation of property is a bulwark against death like the Chinese Terrcotta Army of the Emperor of Xian.

For a long time we have been living in invisibly developing totalitarian systems that the big corporations have set up under the guise of democracy. (Remember Seehofer, who already admitted in a 2008 interview that the lobby associations of the pharmaceutical industry are stronger than politics.) One could also say that the elites have agreed to play the game of democracy until they have amassed so much money that the world economy can be controlled with it and until the societies are “ripe” for any manipulation.

With Corona, all masks are now falling and, ironically, or should one say psycho – logically , the people are putting on the masks. But what had to happen for a society, or in this case the societies of this earth, to be ready to accept such a destructive narrative as that of the deadly virus? It is also a phenomenon of resonance: the peoples of the earth, provided they are connected to the mass media that spread the narrative, were evidently “prepared” enough to respond.

The American psychologist Mattias Desmet lists the following preconditions for successful mass manipulation:

  1. Many people have lost social ties, they live in isolation. Among other things, this is a consequence of industrialization, the loss of experience of nature and the increasing use of technology, such as with the cell phone, right down to the most intimate areas of life. All further consequences result from this isolation.
  2. They no longer experience any meaning in their life.
  3. You have undirected, diffuse anxiety states (job, health, climate).
  4. You are frustrated and generally unsatisfied with your life.

If you are looking for evidence of such a diagnosis, the health insurance companies will provide information: Increasing sickness reports, increasing antidepressants and painkillers, increasing unclear health problems.

The narrative of the deadly virus channels the undirected (freely floating, therefore intangible) fear in society. At the same time, the narrative also offers solutions, which also guarantees broad approval. The meaningfulness is restored, because now it is a matter of all-encompassing protection. At the same time, you are no longer alone, and isolation is lifted by the feeling of being part of a large community in which everyone pulls in the same direction. People demand solidarity, but the term solidarity takes on a new meaning. Those who are not impressed by the narrative simply recognize obedience or submission in the new solidarity, sociologically the new solidarity means collective social control (block warden mentality), for those hypnotized by the narrative it means security.

Concentrating on the narrative, however, narrows the perception of reality. To a certain extent, people have blinders that are narrative-compatible. From a psychological point of view, something like a corona identity has developed after one and a half years of daily hypnosis through the mass media. Complimentary2 to the trauma perpetrators, we are probably mainly dealing with trauma victims for whom the narrative has also become an ideology that serves as a substitute for a deficient self.

The bitter truth is that the masses are likely to be emotionally better off with Corona than without. Without Corona, they completely fall back on themselves and are exposed to their own fears again.

Since an ideology as a self-substitute cannot be accessible to rational arguments at all, all attempts at enlightenment only lead to an aggressive defense and ultimately to a further hardening of the fronts.

According to Mattias Desmet, we need a new narrative that can absorb and restructure the undirected fears. You didn't need arguments for this, but images that evoke feelings. Instead of the Bergamo hearse, pictures of - yes, of what? We have yet to find a new, positive healing narrative.

The narrative of the dangerous virus as well as the narrative of the climate catastrophe are both narratives of the threat. In my opinion, behind both is ultimately the repressed fear of death. In modern western societies, which believe in their hubris that they can find a solution for everything, death is split off. In contrast to, for example, the medieval societies, which used to deal with death in a familiar manner, death is not a social issue today and its indisputable evidence is being pushed out of the public consciousness in the fringes.

The new narrative to be found cannot be just another threat narrative. But what then!
One wished for a comforting tale like that of eternal life, in which today's societies, which consider themselves to be enlightened, can no longer believe.

Perhaps an excursus into completely different subject areas will help us come up with something. I am thinking here first of near-death research. One of the leading scientists is the Dutch physician Pim van Lommel. His research radically calls into question the previously generally accepted assumption that consciousness has a biological basis in the brain. His patients as well as the subjects in many other studies reported increased consciousness activity after a near-death experience, although no activity was measured in their brains. “Because how could someone have a very clear experience of consciousness outside of the body while they are clinically dead and the brain is temporarily not working?” (Van Lommel, the dead knew after their reanimation where their teeth had gone, or were able to reproduce the medical staff’s talk.)

All studies on this subject suggest that consciousness does not have a biological basis. But that is an explosive device against the most fundamental beliefs of our scientific world! And near-death researchers aren't the only ones. The quantum physicists can easily explain why information transfer between people is possible without any localizable carrier. At the end of his lifelong research on cells, the biologist and cell researcher Bruce Lipton came to the conclusion that there must be an external force that switches the all-important cell membrane on or off on which gene expression depends (epigenetics).

This is now the crossroads of thoughts at which I return to Corona and ask myself and now you too. Could it be that the catastrophic situation in which mankind finds itself today is the result of the neglect of this force which, with Pim van Lommel, is called consciousness, with quantum researchers, information, with philosophers, spirit and - you probably are too immediately invaded - with the believers God or Allah.

Since Descarte, the elites have ruled life in leading societies through an increasingly rigorous materialistic paradigm - and image of man - with immense consequences. To name just one consequence, albeit the most fatal one, totalitarianism: According to Hannah Arendt, the rulers become pseudo-gods, the ruled biological machines that can be controlled and manipulated at will.

The biologist Bruce Lipton, who has since become a philosopher, names four basic assumptions of scientific materialism which, in my opinion, has now brought the world's population to the point where the destructive narrative of the deadly virus could detonate like a rocket and set the world on fire. Each of these basic assumptions seems to me capable of conjuring up a catastrophe:

  1. “Only matter counts - there is nothing but the physical world that we can perceive.
  2. Only the strongest survive - nature always helps the strongest, and this law of the jungle is the only real law of nature.
  3. The genes are crucial - we are victims of our genetic make-up and can only hope that science will find a way to somehow compensate for our innate defects and weaknesses.
  4. Evolution obeys chance - life is basically random and meaningless. We came to our present place in much the same way as an infinite number of monkeys who chop on an infinite number of typewriters over an infinite amount of time could someday produce Shakespear's works. “

All four basic assertions of materialism, with which the elites rule the world, are no longer tenable - no, they should be abolished, given the insight that we humans are evidently more than biological machines.

You remember? We undertook this excursion to find a clue, an idea of ​​where the new narrative that could replace the narrative of the coronavirus can be found. For me, this new narrative is clearly beyond materialism. Perhaps we first have to experience this catastrophe in order to finally say goodbye to materialism and to set out for new shores.

The aforementioned cell researcher Bruce Lipton, who has meanwhile become a philosopher, writes: “When science turned away from the spiritual, its task changed radically. Instead of trying further to fathom the "natural order of things" so that people can live in greater harmony with this order, modern science has made the control and domination of nature a priority. The technology that emerged from this attitude brought mankind close to self-destruction. "

And further: “The most recent (the very latest, which has not yet caught on) science points to a view of things that is similar to the attitude of earlier civilizations, namely that every material object of nature has a spiritual aspect. There are still small groups of indigenous peoples who view the universe as an inseparable whole. These cultures do not differentiate between a stone, the air and a person like we do - everything is permeated by the same invisible spirit (= energy). This is also the world of quantum physics, in which matter and energy are inextricably linked. "

I already mentioned it earlier: Quantum physics is very good at describing how things actually relate to human existence.
We and all other matter that we can grasp with our senses consist of 99.999999999% of the volume of space from mass-empty vacuum. "If you were to remove it, there would be less than 20 µm in size left; you would have to look for our changed body with the microscope." (Ulrich Warnke) The entire materialism is based on these 20 µm. It could only arise at all because we can only grasp matter with our senses, but nothing else. The empty space around the bit of mass we are made of is, of course, not really empty. It is only empty to our limited senses. The quantum physicists have found out that the mass empty space is filled with potential energies and information. Incidentally, this has been known since the twenties of the last century. The mass-empty space, of which we consist for the most part, was given many names by physicists: vacuum, background field, zero point field, psi field or "sea of ​​possibilities" (Warnke).

One can also say: The universe extends into us. In the long history of mankind there have been many names for this experience that we humans are part of the big picture: mystical, spiritual, transcendental - to name just a few.

Whatever we call it. We need a new picture of people, a new picture of the world. I firmly believe that all of this Corona madness is necessary to open our eyes to where we actually belong and what we have to take care of: I call it: our spiritual existence.

That is now very abstract, and I am always very much in favor of the concrete. What can we do?
If one would like to translate the insight that we are primarily spiritual beings into practical, manageable for each and every one of us, then the psychoanalyst Jung may be helpful. Jung sees healing in four steps.

  1. First of all, I have to establish order in my own inner world and find out what my values ​​are and what I want to orient myself towards in my life.
  2. I don't have to cease to spread the truth as I see it.
  3. I can't take the elite seriously. I can weaken them with ridicule and humour.
  4. I get together with many others who think the same way as I do. Together with them I find stability, joy of life and new perspectives.

We are many. If many behave like this - maybe the new narrative that could save us from Corona will come about by itself.


We already started with the first point this evening.


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2015-2021 DHD
Release 16.1.0

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