Deutsche Fassung
Individual- und massenpsychologische Gründe
für die Akzeptanz des Corona-Narrativs
Ausblick auf ein neues (heilendes) Narrativ
Jedes Lebewesen, das auf die Welt kommt, verfügt über einen ausgeprägtem élan vital (Henry Bergson): Es will wachsen, seine Fähigkeiten entwickeln und ein Teil der Gemeinschaft sein, in die es hinein geboren wird. Seine Entwicklung verläuft nur dann optimal, wenn es ausreichend geliebt und gefördert wird. Ein in diesem Sinne gut entwickelte Mensch verfügt (nach Freud) über eine Trias von Fähigkeiten:
Er ist liebesfähig. Er ist arbeitsfähig. Er ist genussfähig.
Wenn wir uns die Liebesfähigkeit näher ansehen, dann bedeutet das im zwischenmenschlichen Bereich unter anderem, dass der Mensch enge Bindungen eingehen und dass er Empathie für andere Menschen empfinden kann.
Das Ausmaß der Störung einer solchen idealen Entwicklung bestimmt das Ausmaß der Beschädigung. Neurotische Menschen weisen eine eng umschriebene (therapierbare) Störung der oben genannten Trias auf: Sie können liebesfähig sein aber nicht arbeitsfähig, oder arbeitsfähig und nicht genussfähig, alle Kombinationen sind denkbar.
Nimmt die Entwicklungsstörung das Ausmaß eines Traumas an, dann haben wir es mit schwer gestörten Menschen zu tun, die nicht mehr liebesfähig, nur bedingt arbeitsfähig und überhaupt nicht mehr genussfähig sind. Sie spalten ihre vitalen Bedürfnisse ab, und leben nur noch in ihrem Kopf. Das heißt, sie sind von ihrer Gefühlswelt abgeschnitten. Häufig entwickeln sie ein sogenanntes Falsches Selbst, das sie wie einen Schutzwall um sich herum errichten, eine Rolle, in der durchaus viel von Gefühlen geredet, aber in der Gefühle nicht mehr gelebt werden, womit die Verbindung zu der existenziellen Grundlage des Menschseins verloren geht. Die Leere, die sie empfinden, wird durch eine Ideologie gleichzeitig ersetzt und abgewehrt. Diese Ideologie wird bis aufs Blut verteidigt, sie ist keinen rationalen Argumenten zugänglich, denn sie ist das Gerüst, das die in ihrer Selbstentwicklung geschädigten Persönlichkeiten vor einer drohenden Fragmentierung schütz. Ohne diese Ideologie sind sie nichts. Die Ideologie ist ihr Rettungsanker, ihr Fetisch und nach außen (wenn sie denn aktiv werden), eine todbringende Waffe.
Denn traumatisierte Persönlichkeiten stehen unter der Herrschaft von Aggression, deren Herleitung aus ihrem traumatisierenden Entwicklungsgang ein extra Kapitel darstellt. Wenn es ihnen nicht gelingt, ihr Aggressionspotenzial sozialverträglich unterzubringen, werden sie zu den sogenannten Traumatätern, die ihr unbewusstes Trauma-Thema ausagieren. Als Beispiel sei hier Hitler genannt, dessen Mutter innerhalb von ein paar Wochen ihre drei kleinen Kinder an Diphtherie verlor, bevor Hitler geboren wurde. Sein Trauma-Thema, das er von der Mutter übernahm, kreiste um den Tod, den er dann mit der millionenfachen Vernichtung der Juden in Szene setzte. Diese Menschen sind nicht wirklich bindungs- und empathiefähig. Sie kreisen immer nur um sich selbst, sehen im anderen keine ganze Person, sondern nur Teile der Person in bestimmten Funktionen, die ihm nützlich sein können.
Die Beschreibung der Ideal-Persönlichkeit und der Trauma-Persönlichkeit sind theoretische Typisierungen; die Wirklichkeit spielt sich in den fließenden Übergängen zwischen den beiden Polen ab. Man kann auch nur ein bisschen traumatisiert sein, davon gibt es wahrscheinlich sehr, sehr viele Menschen. Das ist dann die Banalität des Bösen, von der Hannah Arendt sprach. (Leidenschaftlich abgelehnt, weil niemand das Böse in sich selbst erkennen möchte. Es ist einfacher das Böse nach außen auf einen Bösewicht zu projizieren und den dann zu verfolgen.)
Schon eine oberflächliche Analyse der zurzeit herrschenden politischen Staats- und Wirtschaftsformen kann die Vermutung begründen, dass es vorwiegend mehr oder weniger trauma-geschädigte Persönlichkeiten sind, die aktiv das Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten gestalten. Die Menschenfeindlichkeit, die Destruktivität totalitärer Systeme entspricht dem Kriegszustand im Inneren der schwer traumatisierten Menschen. Totalitäre Staatsform sind meines Erachtens die heftigste äußere Ausformung der inneren Welt eines Traumatisierten.
Selbst so eine auf dem ersten Blick harmlose Wirtschaftsformen wie die westlichen Konkurrenzgesellschaften fußen auf dem narzisstischen Menschenbild traumatisierter Menschen: Es kann immer nur einer gewinnen, es gibt ein Oben und ein Unten, es geht im Letzten immer nur um Überleben oder Tod. Einmal eingerichtete Konkurrenzgesellschaften begünstigen dann ihrerseits das Aufkommen von durch Traumata beschädigten Persönlichkeiten. Es sind ausgesprochen narzisstische Verhaltensweisen, die zum Erfolg führen. Wer kennt nicht einen kalten, empathielosen Chef, der über Leichen geht? Für sich selber kann er den Tod nicht akzeptieren, da er seinen Körper nur als den Akteur von Funktionen erlebt und sein Selbstersatz sein Intellekt ist. Für diese Menschen ist die Anhäufung von Eigentum ein Bollwerk gegen den Tod wie die chinesische Terrakotta-Armee des Kaisers von Xian.
Seit langem leben wir schon in unsichtbar sich entwickelnden totalitären Systemen, die die großen Konzerne errichtet haben, unter dem Deckmantel von Demokratie. (Man erinnere sich an Seehofer, der schon in einem Interviews 2008 zugab, dass die Lobbyverbände der Pharmaindustrie stärker seien als die Politik.) Man könnte auch sagen, die Eliten haben sich geeinigt, das Spiel Demokratie mitzuspielen, bis sie so viel Geld angehäuft haben, dass die Welt-Wirtschaft damit beherrschbar ist und bis die Gesellschaften „reif“ sind für jede beliebige Manipulation.
Mit Corona fallen nun alle Masken und ironischerweise, oder soll man sagen psycho–logischerweise setzt das Volk die Masken auf. Aber was musste passieren, damit eine Gesellschaft oder in diesem Fall die Gesellschaften dieser Erde bereit waren, ein derartig destruktives Narrativ wie das vom tödlichen Virus zu akzeptieren? Es ist auch ein Resonanzphänomen: Die Völker der Erde, sofern sie denn an die Massenmedien, die das Narrativ verbreiten, angeschlossen sind, waren offenbar genügend „vorbereitet“, um in Resonanz zu gehen.
Der amerikanische Psychologe Mattias Desmet zählt zur erfolgreichen Massenmanipulation folgende Vorbedingungen auf:
Viele Menschen haben soziale Bindungen verloren, sie leben isoliert. Das ist unter anderem eine Folge der Industrialisierung, dem Verlust von Naturerleben und der zunehmenden Technisierung, wie durch das Handy, bis in die intimsten Lebensbereiche hinein. Aus dieser Isolation ergeben sich alle weiteren Folgen.
Sie erleben keinen Sinn mehr in ihrem Leben.
Sie haben ungerichtete, diffuse Angstzustände (Job, Gesundheit, Klima).
Sie sind frustriert und generell unzufrieden mit Ihrem Leben.
Wenn man nach Beweisen für eine derartige Diagnose sucht, dann geben die Krankenkassen Auskunft: Zunehmende Krankmeldungen, zunehmende Antidepressiva und Schmerzmittel, zunehmende unklare Gesundheitsprobleme.
Das Narrativ vom todbringenden Virus kanalisiert die ungerichtete (frei flottierende, darum nicht greifbare) Angst in der Gesellschaft. Gleichzeitig bietet das Narrativ aber auch Lösungen an, was ihm zusätzlich breite Zustimmung garantiert. Die Sinnhaftigkeit wird wiederhergestellt, denn nun geht es darum, sich allumfassend zu schützen. Gleichzeitig ist man nicht länger allein, auch die Isolierung wird aufgehoben durch das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, in der alle am gleichen Strang ziehen. Die Menschen fordern Solidarität, aber der Begriff Solidarität bekommt eine neue Bedeutung. Die vom Narrativ Unbeeindruckten erkennen in der neuen Solidarität schlicht nur einfach Gehorsam oder Unterwerfung, soziologisch bedeutet die neue Solidarität kollektive soziale Kontrolle (Blockwart-Mentalität), für die vom Narrativ Hypnotisierten bedeutet er Sicherheit.
Die Konzentration auf das Narrativ verengt allerdings die Wahrnehmung der Realität. Die Menschen haben gewissermaßen narrativ-kompatible Scheuklappen auf. Psychologisch gesehen hat sich nach eineinhalb Jahren der täglichen Hypnose durch die Massenmedien so etwas wie eine Corona-Identität entwickelt. Komplementär zu den Traumatätern haben wir es hier wahrscheinlich überwiegend mit Traumaopfern zu tun, für die das Narrativ auch zu einer Ideologie geworden ist, die als Ersatz für ein defizitäres Selbst herhalten muss.
Die bittere Wahrheit ist, dass die Massen wahrscheinlich emotional besser leben mit Corona als ohne. Ohne Corona fallen sie gänzlich auf sich zurück und sind wieder ihren ureigenen Ängsten ausgesetzt.
Da eine Ideologie als Selbstersatz rationalen Argumenten überhaupt nicht zugänglich sein kann, führen alle Versuche der Aufklärung nur zu aggressiver Abwehr und letztendlich zu einer weiteren Verhärtung der Fronten.
Nach Mattias Desmet brauchen wir ein neues Narrativ, dass die ungerichteten Ängste auffangen und neu strukturieren kann. Dafür brauchte man keine Argumente, sondern Bilder, die Gefühle evozieren. Statt der Leichenwagen von Bergamo die Bilder von – ja, von was? Ein neues, positives heilendes Narrativ müssen wir erst noch finden.
Das Narrativ vom gefährlichen Virus ebenso wie das Narrativ von der Klimakatastrophe sind beides Erzählungen der Bedrohung. Meiner Meinung nach steht hinter beiden letztendlich die verdrängte Angst vor dem Tod. In den modernen westlichen Gesellschaften, die in ihrer Hybris glauben, für alles eine Lösung finden zu können, ist der Tod abgespalten. Anders als zum Beispiel die mittelalterlichen Gesellschaften, die einen vertrauten Umgang mit dem Tod pflegten, ist heute der Tod kein gesellschaftliches Thema und seine unabweisbaren Zeugnisse werden aus dem öffentlichen Bewusstsein in Randzonen abgedrängt.
Das neue Narrativ, das es zu finden gilt, kann doch kein weiteres Bedrohungsnarrativ sein. Aber was dann!
Man wünschte sich eine tröstliche Erzählung wie die vom ewigen Leben, an das heutige Gesellschaften, die sich für aufgeklärt halten, nicht mehr glauben können.
Vielleicht hilft ein Exkurs in ganz andere Themengebiete, damit uns etwas einfällt. Ich denke hier zunächst an die Nahtod-Forschung. Einer der führenden Wissenschaftler ist der niederländische Mediziner Pim van Lommel. Seine Forschungen stellen die bislang allgemein anerkannte Annahme, Bewusstsein besitze eine biologische Grundlage im Gehirn radikal in Frage. Seine Patienten sowie auch die Probanden in vielen anderen Studien berichteten nach einer Nahtod-Erfahrung über erhöhte Bewusstseinstätigkeit, obwohl in ihren Gehirnen keinerlei Aktivität mehr gemessen wurde. „Denn wie könnte jemand ein sehr klares Bewusstseinserleben außerhalb des Körpers haben, während er klinisch tot ist und das Gehirn zeitweilig nicht funktioniert?“ (van Lommel, die Toten wussten nach ihrer reanimieren, wo ihre Zähne geblieben waren, oder konnten Gespräche des medizinischen Personals wiedergeben)
Alle Studien zu diesem Thema legen den Schluss nahe: Bewusstsein kommt ohne eine biologische Grundlage aus. Das aber ist ein Sprengsatz an die grundlegendsten Glaubenssätze unserer wissenschaftlichen Welt! Und die Nahtod-Forscher sind nicht die einzigen. Die Quantenphysiker können mühelos erklären, wieso Informationsübertragung zwischen Menschen ohne jeden lokalisierbaren Träger möglich ist. Der Biologe und Zellforscher Bruce Lipton kam am Ende seiner lebenslangen Forschungen an der Zelle zu der Einsicht, dass es eine außerhalb existierende Kraft geben muss, die die alles entscheidende Zellmembran, von der die Genexpression abhängt (Epigenetik), an- oder abschaltet.
Das ist jetzt die Gedankenkreuzung, an der ich wieder zu Corona zurückkehre und mich und jetzt auch Sie frage. Kann es sein, dass die katastrophale Lage, in der die Menschheit sich heute befindet, die Folge der Vernachlässigung dieser Kraft ist, die man mit Pim van Lommel Bewusstsein, mit den Quantenforschern Information, mit den Philosophen Geist nennt und – das ist Ihnen wahrscheinlich auch sofort eingefallen – mit den Gläubigen Gott oder Allah.
Seit Descarte regieren die Eliten das Leben in den führenden Gesellschaften durch ein immer rigoroser werdendes materialistisches Welt – und Menschenbild – mit immensen Folgen. Um nur eine Folge zu nennen, wenn auch die fatalste, den Totalitarismus: Nach Hannah Arendt werden die Herrschenden zu Pseudogöttern, die Beherrschten zu biologischen Maschinen, die nach Belieben kontrolliert und manipuliert werden können.
Der Biologe Bruce Lipton, der inzwischen zum Philosophen geworden ist, nennt vier Grundannahmen des wissenschaftlichen Materialismus, der nach meiner Meinung, die Weltbevölkerung jetzt an den Punkt gebracht hat, an dem das destruktive Narrativ vom todbringenden Virus wie eine Rakete zünden und die Welt in Brand stecken konnte. Jede diese Grundannahmen scheint mir schon alleine in der Lage, eine Katastrophe heraufzubeschwören:
„Nur die Materie zählt – es gibt nichts als die für uns wahrnehmbare physische Welt.
Nur die Stärksten überleben – die Natur hilft immer den Stärksten, und dieses Gesetz des Dschungels ist das einzige echte Naturgesetz.
Die Gene sind entscheidend – wir sind Opfer unseres Erbgutes und können nur hoffen, dass die Wissenschaft einen Weg findet, unsere angeborenen Fehler und Schwächen irgendwie zu kompensieren.
Die Evolution gehorcht dem Zufall – das Leben ist im Grunde zufällig und sinnlos. Wir sind ungefähr auf die gleiche Weise an unseren jetzigen Platz gekommen, wie eine unendliche Anzahl von Affen, die über unendliche Zeit auf unendlich vielen Schreibmaschinen herumhacken, irgendwann die Werke Shakespeares produzieren könnten.“
Alle vier Grundbehauptungen des Materialismus, mit denen die Eliten die Welt regieren, sind unter der Einsicht, dass wir Menschen offenbar mehr sind als biologische Maschinen, nicht mehr haltbar – nein, sie gehören abgeschafft.
Sie erinnern sich? Wir haben diesen Exkurs unternommen, um einen Hinweis zu finden, eine Idee, wo denn das neue Narrativ, das das Narrativ vom Coronavirus ablösen könnte, zu finden sei. Für mich liegt dieses neue Narrativ ganz klar jenseits des Materialismus. Vielleicht müssen wir diese Katastrophe erst erleben, um den Materialismus endgültig zu verabschieden und zu neuen Ufern aufzubrechen.
Der schon erwähnte Zellforscher Bruce Lipton, der, der inzwischen ein Philosoph geworden ist, schreibt dazu: „Als sich die Wissenschaft vom Geistigen abwandte, veränderte sich ihre Aufgabe von Grund auf. Anstatt weiter zu versuchen, die „natürliche Ordnung der Dinge“ zu ergründen, damit die Menschen in größerer Harmonie mit dieser Ordnung leben können, hat sich die moderne Wissenschaft die Kontrolle und Beherrschung der Natur auf die Fahnen geschrieben. Die aus dieser Haltung hervorgegangene Technologie hat die Menschheit kurz vor die Selbstzerstörung gebracht.“
Und weiter: „Die jüngste (die allerneuste, die sich noch nicht durchgesetzt hat) Wissenschaft verweist auf eine Sicht der Dinge, die der Haltung früher Zivilisationen ähnelt, nämlich dass jedes materielle Objekt der Natur einen geistigen Aspekt hat. Es gibt immer noch kleine Gruppen von Ur-Völkern, die das Universum als ein unzertrennliches Ganzes betrachten. Diese Kulturen unterscheiden nicht wie wir zwischen einem Stein, der Luft und einem Menschen – alles ist von dem gleichen unsichtbaren Geist (=Energie) durchdrungen. Dies ist auch die Welt der Quantenphysik, in der Materie und Energie untrennbar miteinander verwoben sind.“
Ich habe es vorhin schon nebenbei erwähnt: Die Quantenphysik ist sehr gut in der Lage zu beschreiben, wie es sich tatsächlich mit der menschlichen Existenz verhält.
Wir und alle andere Materie, die wir mit unseren Sinnen erfassen können, bestehen zu 99,999999999 % des Raumvolumens aus masseleerem Vakuum. „Würde man es entfernen, blieben weniger als 20 µm Größe übrig, man müsste unseren so veränderten Körper mit dem Mikroskop suchen.“ (Ulrich Warnke) Der ganze Materialismus beruht auf diesen 20 µm. Er konnte überhaupt nur entstehen, weil wir mit unseren Sinnen nur die Materie erfassen können sonst aber nichts. Der leere Raum um das bißchen Masse herum, aus dem wir bestehen, ist natürlich nicht wirklich leer. Er ist nur für unsere beschränkten Sinne leer. Die Quantenphysiker haben herausgefunden, dass der masseleere Raum angefüllt ist mit potentiellen Energien und Informationen. Das weiß man übrigens schon seit den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Der masseleere Raum, aus dem wir zum größten Teil bestehen, hat von den Physikern viele Namen erhalten: Vakuum, Hintergrundfeld, Nullpunktfeld, Psi-Feld oder „Meer der Möglichkeiten“ (Warnke).
Man kann auch sagen: Das Universum reicht in uns hinein. In der langen Geschichte der Menschheit hat es für diese Erfahrung, dass wir Menschen ein Teil vom Großem Ganzen sind, viele Namen gegeben: mystisch, spirituell, transzendental – um nur ein paar zu nennen.
Wie immer wir das nennen. Wir brauchen ein neues Bild von Menschen, ein neues Bild von der Welt. Ich glaube ganz fest daran, dass dieser ganze Corona Wahnsinn dafür nötig ist, um uns die Augen zu öffnen, wohin wir eigentlich gehören und worum wir uns kümmern müssen: Ich nenne das: unsere geistige Existenz.
Das ist nun sehr abstrakt, und ich bin auch immer sehr für das Konkrete. Was können wir tun?
Wenn man die Einsicht, dass wir primär geistige Wesen sind, ins Praktische, ins Handhabbare für jeden einzelnen von uns umsetzen möchte, dann ist vielleicht der Psychoanalytiker Jung hilfreich. Jung sieht Heilung in vier Schritten.
Ich muss erst einmal Ordnung in meiner eigenen inneren Welt herstellen und herausfinden, was meine Werte sind und wonach ich mich in meinem Leben orientieren will.
Ich muss nicht nachlassen die Wahrheit, wie ich sie sehe, zu verbreiten.
Ich darf die Elite nicht ernst nehmen. Ich kann sie durch Spott und Humor schwächen.
Ich tue mich mit vielen anderen zusammen, die genauso denken wie ich. Zusammen mit ihnen finde ich Halt, Lebensfreude und neue Perspektiven.
Wir sind viele. Wenn viele sich so verhalten – vielleicht entsteht das neue Narrativ, das uns von Corona erlösen könnte, dann ganz von selbst.
Mit dem ersten Punkt haben wir heute Abend schon einmal angefangen.
